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Käferschutz im Bergwald · Oberbayern

Den Käfer stoppen,
den Wald schützen.

Borkenkäferbekämpfung ohne Insektizide im Berg- und Schutzwald: Käferholz entrinden oder schlitzen, Windwurf aufarbeiten, frischen Befall stoppen – motormanuell und mit Akkugeräten, auch dort, wo keine Maschine hinkommt.

Einsatzbereiche

Wo Maschinen an
ihre Grenzen kommen.

Rindenschlitzen spielt seine Stärken dort aus, wo die Abfuhr teuer, riskant oder unmöglich ist, wo Totholz im Wald bleiben soll – und wo Sie Zeit gewinnen müssen, bevor die nächste Käfergeneration fliegt.

Steillagen · Schutzwald · Einzelbäume

Käferholz am Hang, und die Abfuhr lohnt sich nicht.

Ein paar befallene Fichten oberhalb der Wiese, ein Windwurf nach dem Gewitter, Schneebruch aus dem Winter. Kein Harvester kommt hin, und für den Seilkran ist es zu wenig. Das Holz wird vor Ort geschlitzt und bleibt liegen – im Schutzwald mit bis zu 80 € je Festmeter gefördert.

  • Befall und Brutstadium beurteilen
  • Vorgehen mit der zuständigen Revierleitung abstimmen
  • Einsatz dokumentieren als Grundlage für den Förderantrag

Naturschutz · Totholz · Schutzgebiete

Wenn Totholz im Bestand bleiben soll.

Wo Biodiversität Vorrang hat, nimmt Rindenschlitzen dem Buchdrucker den Brutraum, ohne das Holz zu entnehmen. Die Artengemeinschaft im Totholz bleibt nach heutiger Studienlage weitgehend erhalten.

  • Untersucht unter anderem von Thorn et al. 2016 und Zarges et al. 2024
  • Leise, abgasfrei, ohne Maschinen im Bestand
  • Vorführung auf der Fläche möglich

Auch als Unterstützung bei größeren Aufarbeitungen: Forstbetriebe, Kommunen und Waldbesitzervereinigungen, die für Steillagen, Kleinmengen oder Auftragsspitzen zusätzliche Hände brauchen, erreichen mich über dasselbe Formular. Kapazität anfragen

Über mich

David Job schlitzt mit der Akku-Motorsäge die Rinde eines liegenden Fichtenstamms

Wirksam gegen den Käfer.
Schonend für den Wald.

Aufgewachsen im Berchtesgadener Land, mit den Bergen vor der Haustür. Mein Schwerpunkt ist die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung dort, wo schweres Gerät nicht hinkommt oder nicht hingehört: im steilen Berg- und Schutzwald, bei Einzelbäumen und kleinen Mengen.

Dafür nutze ich vor allem das Rindenschlitzen. Die Rinde wird in schmalen Streifen bis auf das Holz durchtrennt, der Buchdrucker findet keinen Brutraum mehr – und der Stamm kann als Totholz im Wald bleiben. Pilze, Käfer und andere Totholzbewohner finden in der verbleibenden Rinde weiterhin Lebensraum.

Gearbeitet wird ausschließlich mit Akkugeräten: keine Abgase, wenig Lärm, keine Maschinen im Bestand. Der Anspruch ist durchgängig ökologisch – vom Werkzeug über den Verzicht auf Insektizide bis dahin, dass das Holz als Totholz im Wald bleiben kann. Zum Schlitzen verwende ich die Streifenmesser „Nationalpark Bayerischer Wald“ – das Verfahren, dessen Wirksamkeit die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Praxisversuchen untersucht hat.

Arbeiten im Schutzwald und in Schutzgebieten stimme ich vorab mit der zuständigen Revierleitung ab.

  • 100 % Akkubetrieb
  • Insektizidfrei
  • Berg- und Schutzwald
  • Einzelbäume und Kleinmengen
  • Kurzfristig verfügbar
  • Dokumentation für die Förderung

Ausrüstung

Leise. Abgasfrei. Präzise.

Akku-Motorsäge mit Schälaufsatz

Das Anbaugerät ersetzt Schiene und Kette und wird über einen Riemen angetrieben. Ohne Abgase und mit wenig Lärm – geeignet für Schutzgebiete, Wasserschutz- und Erholungswälder.
Keine Abgase · wenig Lärm

Streifenmesser „Nationalpark Bayerischer Wald“

Die Messer fräsen schmale Rindenstreifen bis auf das Holz und unterbrechen so die Larvengänge. Wirksamkeit und Arbeitsleistung wurden in Praxisversuchen im Nationalpark und durch die LWF untersucht. Bericht des Nationalparks (öffnet in neuem Tab)
Im Nationalpark erprobt

Dokumentation je Einsatz

Fotos, Koordinaten und Mengen für jeden Einsatz – als Grundlage für die Abschlussanzeige und den Mengennachweis beim AELF. Eine eigene App dafür ist in Entwicklung.
App in Entwicklung

Die Methode

So funktioniert Rindenschlitzen.

Ein Anbaugerät an der Motorsäge fräst schmale Streifen aus der Rinde – bis auf das Splintholz. Die Larvengänge des Buchdruckers verlaufen quer zum Stamm und werden unterbrochen, die verbleibenden Rindenstreifen trocknen rasch aus. Unbefallenes Holz wird so für den Käfer unbrauchbar. Bei frischem Befall wirkt das Verfahren, solange die Brut noch im weißen Stadium ist.

Schälaufsatz mit Streifenmessern an einer Akku-Motorsäge, abgelegt auf einem Fichtenstamm
  1. Lage klären

    Vor Ort oder anhand Ihrer Fotos und Koordinaten: Wie viele Stämme, welches Brutstadium, wie zugänglich? Danach entscheiden wir, gern gemeinsam mit Ihrer Revierleitung, ob Abfuhr, Entrinden oder Schlitzen richtig ist.
  2. Förderung vor Arbeitsbeginn beantragen

    Der Antrag läuft über Ihr AELF und wird digital im Waldförderportal in iBALIS erfasst, in der Regel gemeinsam mit der Revierleitung – und zwar vor Beginn der Arbeiten, sonst entfällt die Förderung. Einzige Ausnahme: Bei akuter Ausbreitungsgefahr darf sofort begonnen und der Antrag innerhalb von etwa 14 Tagen nachgeholt werden.
  3. Schlitzen

    Die Stämme werden gefällt, entastet und rundum bis auf das Holz geschlitzt. Kronen- und Astmaterial wird ebenfalls waldschutzwirksam behandelt – sonst ist die Maßnahme nicht vollständig.
  4. Dokumentieren

    Fotos, Koordinaten und Mengen je Einsatz. Das ist die Grundlage für die Abschlussanzeige beim AELF, die spätestens eine Woche nach Abschluss fällig ist, und später für den Verwendungsnachweis.

Wirkung, Studien und Grenzen des Verfahrens

Staatliche Förderung

Bayern fördert Käferschutz
ohne Insektizide.

10 €
Je Festmeter · außerhalb Schutzwald Entrinden von Hand – ausdrücklich einschließlich Rindenschlitzen mit Motorsägen-Vorsatzgerät
30 €
Je Festmeter · Schutzwald Aufwändige Bringung oder vorheriges Entrinden bzw. Schlitzen, das Holz wird später abgefahren
80 €
Je Festmeter · Schutzwald Entrinden oder Schlitzen, das Holz bleibt dauerhaft im Wald

Was Sie wissen sollten

Gefördert wird nach der Richtlinie WALDFÖPR 2025 die insektizidfreie, waldschutzwirksame Behandlung von Schadholz – also befallenem, gebrochenem oder geworfenem Holz. Den Antrag stellen Sie als Waldbesitzerin oder Waldbesitzer über Ihr AELF; die Revierleitung berät vorher kostenlos vor Ort.

Zur Stammholzmenge kommen pauschal 20 % für Kronen- und Restholz hinzu. Die Bagatellgrenze liegt bei 700 € je Antrag. Die Maßnahme muss das gesamte befallsfähige Material umfassen – Kronen und Äste eingeschlossen.

Für jeden Einsatz bekommen Sie von mir die Unterlagen, die Sie für Abschlussanzeige und Mengennachweis brauchen.

Schutzwald ist oft mehr, als man denkt

Förderrechtlich zählt auch der Gefährdungsbereich bis 500 m um den Schutzwald. Schutzwald kann außerdem vom Forstpersonal vor Ort festgestellt werden, auch wenn er noch nicht im Schutzwaldverzeichnis steht. Fragen Sie Ihre Revierleitung.

Stand: WALDFÖPR 2025, Informationsseite des Bayerischen Forstministeriums vom 05.03.2026. Zuwendungen sind freiwillige Leistungen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel; verbindlich ist allein Ihr AELF.

Wissen

Borkenkäfer verstehen.
Richtig handeln.

Zwei Seiten für alle, die sich einarbeiten wollen – und für alle, die schon lange Wald bewirtschaften und eine verlässliche Übersicht mit Quellen suchen.

In Entwicklung

Einsatz melden,
Nachweis per Knopfdruck.

Standort auf der Karte markieren

Schwer beschreibbare Waldlagen einfach per GPS markieren – ohne lange Wegbeschreibung.

Fotos und Beschreibung hinzufügen

Aus Fotos lässt sich oft schon vorab einschätzen, wie weit der Befall ist und welches Werkzeug gebraucht wird.

Unterlagen für den Förderantrag

Nach dem Einsatz fasst die App Fotos, Koordinaten und Mengen zusammen – als Grundlage für den Verwendungsnachweis beim AELF.

Nachkontrolle in der Folgesaison

Vergleichsfotos zeigen, ob die Maßnahme gewirkt hat.
Bis zum Start bitte über das Formular oder per E-Mail anfragen.

Einsatzgebiet

Meist in 48 Stunden
bei Ihnen.

  • Berchtesgadener Land
  • Traunstein
  • Rosenheim
  • Miesbach
  • Bad Tölz-Wolfratshausen
  • München
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Weilheim-Schongau
  • weitere Landkreise auf Anfrage
Warum Geschwindigkeit entscheidet

Vom Einbohren bis zum Ausflug der Jungkäfer vergehen im Sommer oft nur wenige Wochen. Schlitzen wirkt, solange die Brut im weißen Stadium ist – danach nicht mehr ausreichend.

Deshalb bin ich bewusst klein und schnell aufgestellt: kein langer Vorlauf, keine Maschinenlogistik. Bei frischem Befall bin ich in der Regel innerhalb von 48 Stunden vor Ort – je nach Witterung, Entfernung und Auslastung.

Windwurf und Schneebruch

Geschlitztes Sturmholz kann im Bestand bleiben, ohne zur Brutstätte zu werden. Das schafft Zeit, bis sich ein Abtransport lohnt – oder erspart ihn ganz.

Schutzwald und Steillagen

Wo kein Harvester hinkommt, arbeite ich bodenschonend mit leichter Ausrüstung. Im Schutzwald ist das dauerhafte Liegenlassen besonders gut gefördert.

Frischen Befall stoppen

Früh erkannt und rechtzeitig behandelt, kommt die Brut nicht zum Ausflug – und die Nachbarbäume bleiben verschont.

Einzelbäume und Kleinmengen

Gerade einzelne Käferbäume werden als Ausgangspunkt neuer Befallsherde leicht unterschätzt. Ich behandle sie ohne Maschineneinsatz und ohne lange Wartezeit.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was ist Rindenschlitzen und wie schützt es vor dem Borkenkäfer?

Beim Rindenschlitzen ersetzt ein Anbaugerät mit Streifenmessern Schiene und Kette der Motorsäge. Es fräst schmale Streifen aus der Rinde, und zwar bis auf das Splintholz. Die Larvengänge des Buchdruckers verlaufen quer zum Stamm und werden dadurch unterbrochen, die verbleibenden Rindenstreifen trocknen rasch aus. Unbefallenes Holz ist danach für den Käfer als Brutraum unbrauchbar. Bei frischem Befall wirkt das Verfahren, solange sich die Brut noch im weißen Stadium befindet, also als Ei, Larve oder Puppe.

Wie wirksam ist Rindenschlitzen im Vergleich zum vollständigen Entrinden?

In einem zweijährigen Praxisversuch der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft lag der Wirkungsgrad gegen den Buchdrucker im Mittel bei über 90 %, wenn während der Eiablage geschlitzt wurde. Beim kleineren Kupferstecher entscheidet der Zeitpunkt stärker: knapp 80 % bei früher, etwa 60 % bei später Behandlung. Eine Studie an Sturmholz (Thorn et al. 2016) fand eine ebenso starke Reduktion der Buchdrucker wie bei vollständiger Entrindung. Voraussetzung ist eine saubere Ausführung bis auf das Holz. Details und Quellen

Wie erkenne ich Borkenkäferbefall an meinen Fichten?

Während der Schwärmzeit von etwa April bis September ist braunes Bohrmehl das wichtigste Zeichen: in den Rindenschuppen, am Stammfuß, auf Spinnweben oder Bodenpflanzen. Dazu kommen Einbohrlöcher und Harztropfen. Spechtabschläge, abfallende Rinde und eine rot oder fahl verfärbte Krone zeigen sich erst später – dann sind die Käfer meist schon ausgeflogen. Leitfaden zur Befallssuche

Bis wann muss befallenes Holz behandelt werden?

Solange sich unter der Rinde nur weiße Stadien befinden – Eier, Larven, Puppen. Sobald Jungkäfer entstanden sind, ist Entrinden nur noch bedingt wirksam und Rindenschlitzen nicht mehr ausreichend. Wie viel Zeit bleibt, hängt von der Temperatur ab: Im Hochsommer geht es deutlich schneller als im Frühjahr. Das Brutstadium lässt sich prüfen, indem man an einer befallenen Stelle die Rinde abhebt.

Wird Rindenschlitzen in Bayern gefördert?

Ja. Die Förderrichtlinie WALDFÖPR 2025 nennt unter „Entrinden von Hand“ ausdrücklich auch Motorsägen-Vorsatzgeräte zum Schlitzen der Rinde. Außerhalb des Schutzwalds gibt es 10 € je Festmeter, im Schutzwald 30 € bei späterer Abfuhr und 80 €, wenn das Holz dauerhaft im Wald bleibt. Hinzu kommt pauschal 20 % für Kronen- und Restholz. Den Antrag stellt der Waldbesitzer beim AELF; die Bagatellgrenze liegt bei 700 €. Alles zur Förderung

Kann das geschlitzte Holz im Wald liegen bleiben?

Ja, genau das ist ein wesentlicher Vorteil. Richtig geschlitztes Holz ist für den Buchdrucker kein Brutraum mehr und bleibt als Totholz Lebensraum für Pilze, Käfer und andere Arten. Im Schutzwald wird das dauerhafte Liegenlassen mit 80 € je Festmeter gefördert; das Holz darf dann nicht mehr verwertet werden.

Arbeiten Sie auch in Steillagen und schwer zugänglichem Gelände?

Ja, dafür ist das Verfahren gemacht. Ich arbeite mit leichten Akkugeräten und ohne Maschinen im Bestand. So sind auch Berg- und Schutzwaldlagen erreichbar, in denen ein Abtransport zu teuer oder nicht möglich ist.

Übernehmen Sie auch Fällung und die Aufarbeitung von Windwurf und Schneebruch?

Ja. Ich arbeite Sturm-, Schneebruch- und Käferholz motormanuell auf, vor allem dort, wo sich Vollernter nicht bewegen können oder für kleine Mengen nicht lohnen.

Unterstützen Sie auch andere Forstbetriebe?

Ja. Für Forstbetriebe und Forstunternehmer übernehme ich Handentrindung, Rindenschlitzen und motormanuelle Aufarbeitung in Steillagen – etwa bei Auftragsspitzen oder auf Flächen, die sich für einen Trupp nicht rechnen.

In welchem Gebiet sind Sie tätig?

Schwerpunkt ist Oberbayern: Berchtesgadener Land, Traunstein, Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und München. Weitere Landkreise auf Anfrage.

Geschlitzter Fichtenstamm, auf dem das Fraßbild des Buchdruckers gelb nachgezeichnet ist
Geschlitzte Fichtenrinde mit nachgezeichnetem Buchdrucker-Fraßbild: Die entfernten Rindenstreifen durchtrennen die quer verlaufenden Larvengänge – der Brut fehlt die Grundlage.

Kontakt

Lassen Sie uns reden.

Schildern Sie mir Ihre Situation – ich melde mich innerhalb von 24 Stunden. Fotos vom Befall helfen bei der ersten Einschätzung.

Gemeinde oder Landkreis, gern mit Koordinaten

Wie viele Bäume ungefähr? Steilhang? Schutzwald? Seit wann ist der Befall sichtbar?

Ihre Angaben werden über den Dienst Formspree an mich übermittelt. Details in der Datenschutzerklärung.

Ihr Ansprechpartner
David Job
Wald & Forst Job · Forstservice · Käferschutz · Rindenschlitzen
E-Mail
Antwort innerhalb von 24 Stunden
Aktuell verfügbar für neue Einsätze